Beim Gililov Quartett in der Berliner Philharmonie

Das Gililov Quartett (ehemals Philharmonisches Klavierquartett Berlin) hat mich am 24.10.2013 zu ihrem Konzert in den Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie eingeladen. Ich habe in der Vergangenheit einige Projekte für das Gililov Quartett und seine Mitglieder gemacht und außerdem verbindet uns eine langjährige Freundschaft. So bin ich in den Genuss gekommen einen wunderbaren Schubert und Strauss für die eher seltene Gattung des Klavierquartetts zu hören und konnte mich nach der Pause an einem herausragenden Fauré und einer sehr unterhaltsamen mehrfachen Zugabe erfreuen. Bravo! Ein gelungener Abend! (Sogar meine Jacke habe ich noch wiederbekommen, obwohl die Garderobe schon längst geschlossen hatte, als ich los wollte…)

Gegründet 1985 unter dem Namen „Philharmonisches Klavierquartett Berlin“ (also das offizielle Klavierquartett der Berliner Philharmoniker) ist das „Gililov Quartett Berlin“ eines der wenigen festen Ensembles dieser Art mit einem reichhaltigen und abwechslungsreichen Repertoire aus Werken der klassischen und romantischen Literatur sowie wertvolle, selten zu hörende Werke, zeitgenössische Musik und unter anderem auch ihm gewidmete Kompositionen. Das Gililov Quartett sind Pavel Gililov (Klavier), Rainer Mehne (Viola), Markus Nyikos (Violoncello) und Christoph Schickedanz (Violine).

Zu hören gab es:

  • Franz Schubert
    Adagio e Rondo concertante F-Dur D 487
  • Richard Strauss
    Klavierquartett c-Moll op. 13
  • Gabriel Fauré
    Klavierquartett Nr. 1 c-Moll op. 15

 

Leider darf man in der Philharmonie keine Fotos machen… Aber dafür gibt es Autogramme (s.o.) – als Beweis oder so… Und ein Video zum audiovisuellen Nachempfinden (andere Zeit, anderer Ort – trotzdem sehr schön).

Gililov Quartett | Richard Strauss | Ständchen

Erwähnenswert ist auch noch, dass der Pianist Pavel Gililov darauf bestanden hat, auf einem Bechstein Flügel zu spielen, der zu diesem Anlass extra von C. Bechsteins Haus- und Hof-Konzerttechniker Naoki Yamauchi betreut wurde. Yamauchi hat in den letzten 40 Jahren als Intoneur den Klang der heutigen C. Bechstein-Flügel wesentlich mitgeprägt. Und für mich schließt sich sich damit quasi ein Kreis. Warum?

Homepage des Gililov Quartetts: http://www.gililov-quartett-berlin.de/